Rosen im Kübel

Möchten Sie im Sommer Ihren Balkon oder Ihre Terrasse mit blühenden Rosen verschönern? Dann ist jetzt ist die Zeit gekommen diese Rosen in Kübel zu pflanzen. Es gibt eine Fülle von Rosen, die sich sehr gut für den Kübel eignen. Hier erfahren Sie, was neben der Sortenwahl zu beachten ist.

Standort

Denken Sie auch bei Rosen im Kübel daran, dass eine Rose gewisse Ansprüche an den Standort hat! Nur weil der Kübel mobil ist, möchte eine Rose nicht an jedem Standort stehen. Ein guter Standort ist zumindest ein paar Stunden sonnig, möglichst gut durchlüftet und nicht überdacht. Überdachungen und zu heiße Plätze führen schnell zu Problemen mit Mehltau und Spinnmilben. Sie möchten trotzdem zur Blütezeit duftende Rosen auf Ihrer überdachten Terrasse genießen? Dann nutzen Sie die Mobilität von Kübeln und stellen Sie die Rose bis zur Blüte an einen freien Platz. Während der Blüte kann Sie für ein paar Wochen auch überdacht stehen. Nach der Blüte empfehle ich die Rose zum Durchtreiben wieder an einen freien Standort zu stellen.

nach oben

Kübelgröße & Material

Achten Sie beim Einpflanzen auf ausreichende Größe des Pflanzgefäßes. Eine gute Größe für einen Rosenkübel ist etwa 40 cm hoch. Der Durchmesser sollte mindestens 35 cm betragen. Das Material spielt für die Rose keine Rolle. Es funktionieren Kunststoffgefäße, leichte Fiberglas Kübel ebenso gut wie Terrakotta Kübel. Wichtig ist ein Wasserablauf!

nach oben

Rosen in Kübel pflanzen

Sichern Sie zunächst den Wasserablauf des Kübels mit einer Tonscherbe. Ein Wasserablauf muss immer garantiert sein. Rosen mögen keine nassen Füße! Über die Scherbe füllen Sie 3–5 cm Blähton oder Lavagranulat als Drainageschicht.

Für gesundes Wachstum ist eine gute Rosenerde zu empfehlen. Eine Rosenerde ist in ihrer Zusammensetzung speziell für die Kultur von Rosen in Töpfen und Kübeln zugeschnitten. Ihre Struktur sollte gröber sein als die von normaler Blumenerde. Die Struktur ist wichtig, um die Pflanze über mehrere Jahre vor Vernässung zu schützen. Die Erde enthält auch extra entwässernde Bestandteile. Der Säuregehalt ist ideal für gutes Wurzelwachstum. Denn auch im Kübel sind nasse Füße das Schlechteste, was Rosen passieren kann.

Ein sehr empfehlenswerter neuer Zuschlagsstoff für Rosenerde ist Geohumus. Durch das wasserspeichernde Granulat muss seltener gegossen werden. Die Pflanze hat auch bei großer Hitze noch mehr Wasser zur Verfügung. Es reichen etwa 10g Geohumus/Liter Pflanzerde. Füllen Sie die Kübel nicht zu hoch! Idealerweise sollte ein Gießrand von gut 5 cm frei bleiben, damit das Wasser nicht überläuft. Bei älteren Rosen im Kübel tauschen Sie die Kübelerde ab dem 3. bis 4. Standjahr aus. Die Rosen werden sonst aufgrund der zunehmenden Bodenmüdigkeit immer kleiner.

nach oben

Pflanzenmenge

Pflanzen Sie nicht zu viele Rosen in einen Kübel. Es würden zwar auch mehrere in große Pflanzgefäße passen. Die Rosen konkurrieren jedoch schon nach kurzer Zeit um Wasser, Nährstoffe und Wurzelraum. Zwei Rosen pro Kübel sind aber kein Problem.

nach oben

Rosenbegleiter im Kübel

Es eignen sich nur wenige Rosenbegleiter zur Kombination mit Rosen im Kübel. Meist sind es sehr schwachwachsende Formen wie z.B. Campanula poscharskyana 'Blue Gown', Salvia nemorosa 'Marcus oder Campanula poscharskyana 'Silberregen'. Stauden sind oft durch die gut gedüngte Rosenerde überversorgt und wachsen in der luftigen Erde stärker als im Gartenboden.

Lavendel sollte nicht mit Rosen in einem Kübel zusammengepflanzt werden. Er besitzt er völlig andere Ansprüche an Boden, Dünger und Feuchtigkeit als eine Rose. Faktoren, die im gewachsenen Boden toleriert werden, enden im Kübel meist tödlich für die Rose. Stellen sie den Lavendel besser in einen eigenen Kübel neben den Rosenkübel und achten sie auf leichte, sandige und magere Erde mit weniger Düngergehalt. Bewässern sie den Lavendel auch seltener als Ihre Rosen.

nach oben

Düngen von Kübelrosen

In Kübeln funktioniert am besten ein umhüllter Cote-Langzeitdünger. Die Düngerperlen geben den mineralischen Dünger über einen Zeitraum von 6 Monaten an die Pflanzen ab. Es bedarf keiner Umsetzung durch Bakterien wie bei organischen Düngern. Verwenden Sie 3–4 g Dünger / Liter Kübelerde.

Unterstützen können Sie mit regelmäßiger, 14-tägiger Flüssigdüngung (FertiCult, Wuxal, Vitanal Rosen) über den ganzen Sommer. Im Kübel hängt die Pflanzengesundheit maßgeblich von einer guten, aber nicht übertriebenen Ernährung ab. Hungrige Kübelpflanzen werden trotz regelmäßigen Pflanzenschutzes anfällig für Krankheiten.

nach oben

Welche Rosen sind ideal für Kübel

Grundsätzlich können sie fast alle Rosen im Kübel halten. Ideal sind Beetrosen oder kompakt wachsende Strauchrosen.

Als Wandbepflanzung auf Terrassen reichen häufig Strauchrosen völlig aus. Kletterrosen wirken im Kübel oft sehr langbeinig, aber es gibt auch kompakte Sorten wie Florentina oder Jasmina.

Kleinstrauchrosen, wie Heidetraum, oder Edelrosen, wie Chippendale oder Leo Ferré, sind optimal für Kübel geeignet. Unter den Historischen Rosen eignen sich u.a. Rose de Resht oder Jacques Cartier. Für Liebhaber der Englischen Rosen empfehle ich Sorten wie Darcey Bussell, Grace oder Lady of Shalott.

Kartoffelrosen sind ebenfalls Alleskönner im Kübel, sie sind kompakt, winterhart, pflegeleicht, gut duftend und tragen sogar noch Hagebutten. Geeignete Sorten sind: Moje Hammarberg, Dagmar Hasturp oder Rotes Meer.

Als reichblühende Beetrosen empfehle ich Garden of Roses, Roseninsel, Hansestadt Rostock oder Marie Curie als gesunde und kompakt wachsende Sorten.

nach oben