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Wichtige Antworten zu Rosen im Kübel

Ist es empfehlenswert Rosen in Kübel zu pflanzen?

Die meisten Rosen wachsen recht gut im Kübel. Besonders neue Rosensorten werden heute schon während der Züchtung für die Kübelkultur in der Gärtnerei optimiert. Mit diesen kurzen Grundlagen zur Pflege von Kübelrosen haben Sie viele Blüten und lange Freude an Ihren Rosenschätzen.

Gute Kübelrose
Die wichtigsten 5 Fragen für den Erfolg mit Rosen im Kübel:

Wie groß ist der optimale Kübel für Rosen?

Um der Rose ausreichend Platz zum Wurzeln und ausreichend Feuchte auch für die heißen und trockenen Monate zu bieten, sollte ein Kübel ca. 40x40x40 cm groß sein. Die Form und das Material des Kübels sind eher zweitrangig. Wichtig sind das Volumen und die Tiefe von ca. zwei Spaten, die wir ihr auch im Garten mindestens zur Verfügung stellen würden. Die Breite des Kübels sorgt für Standfestigkeit auch bei Strauch- oder Stammrosen. Es verbessert auch die Überlebenschancen im Winter, da breite Kübel langsamer durchfrieren und langsamer wieder auftauen als schmale Kübel.


Welche Erde benötigen Rosen im Kübel?

Verwenden Sie für ihre Kübelrosen immer Rosenerde. Sie ist speziell für die Kultur von Rosen in Kübeln in den Gärtnereien entwickelt worden und sie bringt eine gute Strukturstabilität auch über mehrere Jahre, optimale Wasserhaltefähigkeit bei optimaler Drainagefähigkeit, Beständigkeit gegen Auswaschung von Düngern bei wöchentlichem Wässern und den pH-Wert mit Wohlfühlfaktor für Ihre Rosen. Eine der häufigsten Ursachen für Ausfälle beim Pflanzen wurzelnackter Rosen ist eine für Rosen nicht geeignete Erde im Kübel, die zu viele Nährstoffe beinhaltet oder nicht die ausreichenden Drainageeigenschaften besitzt.


Wieviel Wasser benötigen Rosen im Kübel?

Eine optimale Wasserversorgung ist für Rosen im Kübel sehr wichtig. Zu wenig Wasser kann die Pflanze ebenso schädigen wie zu viel Wasser. Passen Sie die Wassermenge den Bedürfnissen der Rose und des Wetters an. Eine frisch gepflanzte Rose benötigt öfters, aber nicht unbedingt ein Vielfaches an Wasser, da die Wurzeln nur einen relativ kleinen Raum im Kübel erreichen und nur über die Wurzelhaut Wasser aufnehmen können. Ich empfehle zweimal pro Woche ca. 5 Liter Wasser in den ersten 6 Wochen der Anwuchszeit. Gießen Sie langsam oder in mindestens 3 Gießvorgängen, damit das Wasser langsam versickern kann und nicht oberflächig abfließt. Das Pflanzgefäß benötigt einen funktionierenden Ablauf. Staut sich das Wasser über längere Zeit im Kübel, werden die frischen Wurzeln faulen. Nach der Anwuchsphase können die Gießintervalle im Sommer auf 1x pro Woche 10 Liter oder je nach Witterung auch in der Menge und Häufigkeit reduziert werden. Ältere Pflanzen können mit Trockenheit besser umgehen und mögen lieber weniger und durchdringende Gießvorgänge.


Wie werden Rosen im Kübel gedüngt?

Bei Verwendung frischer Rosenerde ist der Dünger bis Mitte/Ende Juni schon enthalten. Alle anderen Kübelrosen sollten Anfang April zum ersten Mal gedüngt werden. Empfehlenswert sind Langzeitdünger, die unabhängig von Bakterien ihre Düngewirkung entfalten können. Sogenannte COTE-Dünger wie Osmocote können mit ca. 25 g pro Pflanze im Kübel verteilt und eingearbeitet werden. Der Dünger sollte nicht oben aufliegen. Nach Blüte und Rückschnitt der Rose Ende Juni sollte der Düngevorgang mit nochmals 25 g pro Pflanze wiederholt werden, um für eine reiche Nachblüte zu sorgen. Alternativ können Sie auch mit organischen Rosendüngern wie OSCORNA Rosendünger oder organisch-mineralischem MANNA Rosendünger eine Kübelrose mit 80-100 g pro Kübel und Düngevorgang zu den oben genannten Zeitpunkten düngen. Bei rein organischem Dünger empfiehlt es sich mit etwas Bodenaktivator die Umsetzung des organischen Düngers zu aktivieren. Hierzu können auch alternativ Flüssigdünger wie VITANAL Rosen Professional zur Aktivierung mit Bakterien dienen. Sie können die Rosen zusätzlich zum Langzeitdünger alle 7-14 Tage von April bis Juli mit flüssigen Düngern gießen. Hierzu eignen sich organische (BlütoVin oder Vitanal) wie auch mineralische (Wuxal) Flüssigdünger.


Welcher Standort eignet sich für Kübelrosen?

Wie gut eine Rose im Kübel wächst, hängt auch sehr von ihrem Standort ab. Sorgen Sie für einen gut durchlüfteten Standort auf Balkon oder Terrasse. Je freier die Rose steht, desto weniger werden Sie Probleme mit Rosenkrankheiten oder Schädlingen wie Spinnmilben haben. Die Kübelrose sollte niemals unter einer Überdachung stehen. Dort sind Probleme mit Mehltau und Spinnmilben nur eine Frage der Zeit. Die Rosen benötigen ausreichend Sonne für die Ausbildung vieler Blüten. Die meisten Sorten benötigen mehr als 5-6 Sonnenstunden. Standorte mit stauender Hitze bedeuten großen Stress für Kübelrosen und es kann leicht zu Problemen mit Mehltau kommen. Wählen Sie deshalb einen möglichst kühlen und gut durchlüfteten Standort. Wind wirkt sich positiv auf die Gesundheit Ihrer Kübelrosen aus! Tipp: Nutzen Sie die Mobilität Ihrer Kübelrose. Sie können die Rose zur Blütezeit auch 1-2 Wochen auf eine überdachte Terrasse stellen, wenn Sie die Pflanze nach der Blüte wieder an einem geeigneten und nicht überdachten Standort neu durchtreiben lassen.




Weitere Fragen:

Wie viele Rosen passen in einen Kübel?

Es sollten maximal 1-2 Rosen in ein Pflanzgefäß gesetzt werden. Mehr Pflanzen würden sich stark im engen Wurzelraum um Wasser und Nährstoffe konkurieren.


Können Stauden und Rosen im gleichen Kübel wachsen?

Wir haben leider über viele Jahre durch Testpflanzungen feststellen müssen, dass Stauden und Rosen im gleichen Kübel auf längere Sicht nicht miteinander glücklich werden. Ab dem dritten Standjahr bauen die Rosen stark ab und die Stauden übernehmen den Kübel zu ihren Gunsten. Besonders der oft gelobte Lavendel passt in seinen Ansprüchen so gar nicht zu denen einer Rose, sollte immer in einem separaten Kübel mit weniger Dünger und viel weniger Wasser neben den Rosen wachsen.

Kübelrose mit Staude

Welche Rosen eignen sich als Kübelrosen?

Die meisten Beetrosen, Edelrosen und Bodendeckerrosen können bedenkenlos in Kübel gepflanzt werden. Auch kleinere Strauchrosen bis 120 cm eignen sich meistens. In Kübeln von mehr als 50 cm Durchmesser können auch größere Strauchrosen oder kleine Kletterrosen oder Rambler bis 2,5 m gezogen werden. Achten Sie auf unsere Empfehlungen für Töpfe im Katalog und Onlineshop. Ganz klar, ein Rambler mit den Ausmaßen einer Bobbie James hat nichts im Kübel verloren! Die Größe der Gefäße muss mit der Wuchsgröße in Einklang gebracht werden können.


Wie lange kann eine Rose im Kübel stehen bleiben?

Rosen sollten unbedingt alle 3-4 Jahre umgetopft werden und frische Erde erhalten. Die Bodenmüdigkeit der Rosengewächse führt leider dazu, dass die Rose sich sonst eher rückwärts als vorwärts entwickelt. Mit regelmäßigem Umtopfen können die Rosen viele Jahre im Kübel überleben, ohne Umtopfen ist ca. nach 5-6 Jahren Schluß.

Wichtig! Kein Dünger, Mycorrhiza oder ähnliches Produkt kann die Bodenmüdigkeit bekämpfen oder verhindern.