Lebensbereiche

Bei der Pflanzung von Stauden und Zwiebelpflanzen ist es ratsam auf die natürlichen Ansprüche der Pflanze zu achten. Die Pflanzen haben sich an Ihren Lebensraum angepasst und kommen auf stark veränderten Standorten nicht zurecht. So besitzen zum Beispiel Schattenstauden empfindliche dünne, aber große Blätter, die auch an halbschattigen oder absonnigen Standorten noch assimilieren können. Pflanzt man diese in die direkte Sonne würden die Blätter von der Sonne verbrannt und die Pflanze nicht lange überleben. Außerdem sind angepasste Stauden in ihren Lebensbereichen sehr konkurrenzfähig und können weniger geeignete Pflanzen verdrängen und sich so ihren Lebensraum sichern. Die wichtigen Kriterien, die hier eine Rolle spielen, sind nach Hansen/Stahl und Sieber in Lebensbereiche, Feuchtezahl und Lichtverhältnisse eingeteilt, die zur genauen Beschreibung in Kürzeln aneinandergereit werden.

So gedeiht zum Beispiel Allium caeruleum, ein Zierlauch, im Lebensbereich B/Fr1 so am besten. Das bedeutet diese Pflanze bevorzugt Beete oder Freiflächen in voller Sonne mit trockenem Boden.

Lebensbereiche

G
Gehölz - (meist sehr humusreicher Boden)
GR
Gehölz-Rand - (oft lehmig-humos)
Fr
Freifläche mit Wildstaudencharakter
B
Beet - (für Prachtstauden, nährstoffreich)
SH
Freifläche mit Steppen-Heide-Charakter - (meist trockener, kalkreicher Boden)
H
Freifläche mit Heide-Charakter - (sandiger, nährstoff- und kalkarmer Boden)
St
Steinanlage - (Schotter, Kiesbeete, durchlässiger Boden)
FS
Fels-Steppe
M
Matten - (Flachgründiger Boden)
SF
Stein-Fugen - (Wurzeln oft im Kühlen)
MK
Mauer-Kronen
A
Alpinum - (meist sehr konkurrenzschwache Pflanzen)
WR
Wasser-Rand
W
Wasserpflanzen
KÜBEL
nicht winterharte Stauden

Feuchtezahlen

1
trockener Boden
2
frischer Boden
3
feuchter Boden
4
nasser Boden (Sumpf)
5
flaches Wasser
6
Schwimmblattpflanzen (verwurzelt)
7
untergetauchte (submerse) Pflanzen
8
Schwimmpflanzen

Lichtverhältnisse

so
sonnig
abs
absonnig
hs
halbschattig
sch
schattig