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Themenübersicht: Spinnmilben Blattläuse Rosenblattwespe Rosenblattrollwespe Rosen-Wurzelkropf oder Rosenkrebs Gemeiner Rosenkäfer, Goldkäfer - Cetonia aurata Spinnmilben - Tetranychus urticae Winzige, orangerote Spinnmilben findet man an heißen, trockenen Standorten. Besonders überdachte Standorte sind spinnmilbengefährdet. Sie halten sich an der Blattunterseite auf und schädigen die Rose durch enorme Saugtätigkeit. Die Blätter sind mit feinen Gespinsten verbunden, und fallen schließlich vorzeitig ab. Bekämpfungsmaßnahmen: Bei Befall empfiehlt sich die abwechselnde Behandlung mit verschiedenen geeigneten Spritzmitteln. Wie Spinnmilbenfrei. Spinnmilben sind schwer zu bekämpfen, da die meisten mittel entweder Eier oder Erwachsene Tiere abtöten können. Tiere die sich zur Zeit der Behandlung im Larvenstadium befinden werden zum größten Teil überleben und von neuem die Pflanze befallen. Die Spinnmilben sind wirklich schwer zu bekämpfen! Auch für uns Profis. Deshalb empfehlen wir befallene Pflanzenteile mit der Rosenschere zu entfernen. Anfangsstadium(*)
fortgeschritten(*)
schwerer Befall
Oberseite
Unterseite (*)Fotos Herbert Schmölders Blattläuse - Macrosiphon rosae Blattläuse treten bevorzugt bei warmer und trockener Witterung und in heißen Lagen auf. Die Hauptbefallszeit ist im Frühjahr und Vorsommer. Sie hemmen das Wachstum der Pflanze und führen zu verkrüppelten Blättern, Trieben und Knospen. Bekämpfungsmaßnahmen: Bei Befall empfiehlt sich die abwechselnde Behandlung mit verschiedenen geeigneten Spritzmitteln. Mit unserem biologischen Mehltau-Kombi-Pack mit Niemöl können sie effektiv bekämpft werden. Das Öl verklebt die Atemröhren (Tracheen) der Blattläuse, so dass sie einfach ersticken. Gegen diese Art der Bekämpfung gibt es auch keine Risiken der Resistenzbildung. Das Niem besitzt außerdem einen Wirkstoff, der die Erwachsenen Tiere am Lebendgebären hindert. Somit ist die rapide Ausbreitung der Tierchen auf jeden Fall gebremst. Wie oft bei biologischer Bekämpfung sollte öfters behandelt werden. Die Wirkung tritt auch nicht sofort ein, machmal dauert es bis zu 5 Tage.
Rosenblattwespe - Caliroa aethiops Ein Schädling mit dem man im Rosengarten nicht jedes Jahr zu tun hat ist die glänzend schwarze Rosenblattwespe. Sie fliegt von Mai bis Juni und legt Ihre Eier auf die Blattunterseite des Rosenstrauchs. Es entstehen grüne schneckenähnliche Larven mit gelber Unterseite. Die Laven werden ca. 1 cm lang und verpuppen sich nachdem sie sich am Rosenlaub sattgefressen haben im Boden. Die Larven schaben die Haut der Blattoberseite flächig ab, übrig bleibt ein durchsichtiges Gerippe der härteren Blattadern. Kein schöner Anblick.
Rosenblattrollwespe - Blennocampa pusilla Die Rosenblattrollwespe sucht jedes Jahr von Mitte Mai bis Anfang Juni die Rosengärten heim. Die kleine schwarze Wespe legt ihre Eier an den Rand eines Rosenblattes. Dieses fängt nach kurzer Zeit an sich nach innen einzurollen. Eine perfekte „Schutzröhre“ für die jungen Larven, die sich so vor Feinden geschützt entwickeln können. Leider macht dieser Umstand auch die Bekämpfung dieser Larven schwer, denn die handelsüblichen Mittel gegen Insekten erreichen die Larven nur schlecht bis gar nicht. Deshalb sollten als beste Bekämpfungsmaßnahme die befallenen Blätter der Rose abgeknipst und mit dem Restmüll entsorgt werden. Auch wenn die Rose dadurch oft nackt da steht, treibt sie relativ schnell wieder durch und blüht auch zuverlässig. Die Rose nimmt durch diesen Schädling nur wenig Schaden, da er genauso schnell verschwindet wie er gekommen ist. Nach wenigen Wochen ist der Spuk vorbei und die Larven lassen sich aus den Rosenblättern auf den Boden fallen, wo sie in der Erde überwintern und sich im nächsten Frühjahr verpuppen.
Rosen-Wurzelkropf oder Rosenkrebs - Agrobacterium tumefaciens Krebsartige Wucherungen an Rosenwurzeln, am Wurzelhals oder an Rosentrieben deuten auf einen Befall der Rose mit Agrobacterium tumefaciens hin. Dieses Bakterium kommt in geringen Konzentrationen in fast jedem Boden vor. Die Rose kann durch Wunden, Nematoden oder Frostschäden mit dem Bakterium infiziert werden. Ist das Bakterium erst mal in der Pflanze überträgt es seine Erbinformationen auf die Pflanzenzellen. Die Pflanzenzellen fangen darauf hin an Nährstoffe und Wuchsstoffe für die Bakterien zu produzieren. Die erzeugten Wuchsstoffe verursachen krebsartige Auswüchse. Auf Grund der Wucherungen oder Aufplatzen der Rinde werden wichtige Nährstoffbahnen der Rose zerstört. Zunächst ist die Pflanze nur geschwächt, wenig später können aber auch ganze Triebe absterben. Die befallenen Triebe sollten so gut es geht entfernt werden, um die Ausbreitung des Bakteriums in der Pflanze zu verhindern. Desinfizieren Sie die Schere mehrmals zwischendurch; sie stellt die einzige Ansteckungsgefahr für Ihre weiteren Rosen dar. Es gibt leider sonst keine wirksame Heilungsmethode für die Pflanze. Manche Rosen leben aber auch viele Jahrzehnte mit den Wucherungen weiter. Meine Lieblingsrose 'Marèchal Niel' (ca. 30 Jahre in unserem Gewächshaus) leidet schon seit vielen Jahren an Rosenkrebs und bringt trotzdem jedes Jahr eine unglaubliche Blütenfülle.(Bild: gelbe Rose) Die Rosen können also gut mit dem Schaden leben! Nach einem Verlust der Pflanze empfehlen wir entweder keine neue Rose an dieselbe Stelle zu setzen oder den Boden weitläufig auszutauschen.
Gemeiner Rosenkäfer, Goldkäfer - Cetonia aurata Der Rosenkäfer ist etwa eineinhalb Zentimeter groß, schimmert goldgrün und hält sich gerne in den Rosenblüten auf, wo er sich das Blüteninnere der Rose schmecken lässt. Gerne frisst er auch zarte Jungtriebe an. Tritt der Rosenkäfer nur in geringen Stückzahlen auf muss man ihn nicht unbedingt vertreiben, denn der durch ihn verursachte Schaden ist relativ gering. Normalerweise taucht er in Gärten auch nur sporadisch auf und verschwindet genauso schnell wie er zuvor gekommen ist. Lässt sich der Rosenkäfer jedoch zu Hunderten im Rosengarten nieder, sollte um der schönen Blüten Willen gegen ihn vorgegangen werden. Die einfachste Vorgehensweise ist die trägen Käfer während der Morgenstunden von den Blüten abzulesen - sie hocken oft stundenlang auf demselben Fleck. Bei höheren Temperaturen und sonnigen Mittagsstunden wird der Käfer äußerst agil und ist eher schwer zu fangen, denn er kann, wenn er will, sehr schnell und hoch fliegen. Möchte man den Rosenkäfer nicht im Garten haben, sollte man versuchen ihm den Lebensraum so ungemütlich wie möglich zu machen. Das bedeutet modrige Gartenerde, mulmige Baumstrünke oder zu große Komposthaufen aus dem Garten zu entfernen. Meistens erledigt sich das Problem dann von alleine.
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