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      Fragen zu Rosenmerkmalen

      Themenübersicht:
      Was sind stachellose Rosen?
      Wie kommt es zu gestreiften Rosen?
      Erkennt man edle Rosen an fünf Blättchen?




Was sind stachellose Rosen?

Das Sprichwort "Keine Rose ohne Dornen" entspricht nicht ganz der Wahrheit, denn zum einen gibt es wirklich einige Vertreter mit sehr wenig bis gar keiner Bestachelung, zum anderen haben Rosen keine Dornen sondern Stacheln. Eigentlich müsste das Märchen der Gebrüder Grimm "Stachelröschen" statt "Dornröschen" lauten. Nur gut, dass in einem Märchen alles erlaubt ist, denn Dornröschen hört sich einfach besser an.

Der botanische Unterschied zwischen Dornen und Stacheln ist, dass Dornen aus dem Holzteil entspringen und Stacheln dem Holzteil aufsitzen. Der Holzteil sitzt bei Gehölzen unter der Rinde und ist zum Wassertransport und zur Stabilisierung nötig. Dornen haben z.B. Weißdorn oder Sanddorn.
Sogar bei uns im Rosendorf hat sich über die letzten hundertvierzig Jahre der Begriff "Blättern & Dörnern" (Säubern der Edelreiser zur Veredlung) durchgesetzt.

Wer glaubt, stachellose Rosen wüssten sich nicht zu wehren, der irrt, denn oft sitzen kleine hinterlistige Stacheln an der Mittelrippe der Blattunterseite und sorgen für so manche Überraschung.

Vielleich stimmt das Sprichwort ja doch...

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Wie kommt es zu gestreiften Rosen?

Gestreifte Rosensorten sind kein "Wunder der Natur". Ihre Streifen, die so genannten "Panaschierungen", bekommt eine Rose durch eine Virusinfektion. Aber keine Angst! Dieses Virus ist nicht schädlich und geht auch nicht auf andere Rosen über. Es sitzt tief verwurzelt in den Zellkernen der Rose und wird bei der Vermehrung oder auch bei der Entstehung einer neuen Rosensorte durch Kreuzung in den meisten Fällen mit vererbt.

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Erkennt man "edle Rosen" an fünf Blättchen?

Diese falsche Regel entstand in einer Zeit, als fast ausschließlich Edelrosen gehandelt wurden und ist eine reine Vereinfachung, die auf Edelrosen zutreffen mag. Heute werden sehr viel mehr Rosensorten gehandelt und viele Strauchrosen, Bodendeckerrosen und Ramblerrosen haben sieben oder mehr Blättchen an einer Blattspreite. Trotzdem sind sie edel. Bei Historischen Rosen und besonders bei Wildrosen sind meistens sieben oder mehr Blättchen anzutreffen.

Manche Sorten sind leider in Laub und Stacheln den Wildrosenwurzelstöcken so ähnlich, dass sie ohne Blüte nur vom Fachmann auseinander gehalten werden können. Achten Sie darauf, woher die Triebe kommen. Oft entstehen Wildtriebe unterhalb der Veredlungsstelle und sind so leicht zu identifizieren. Die Wildrosenunterlage besitzt mattes, olivgrünes, kleines Laub und ist am Rand leicht gezähnt. Die Triebe besitzen am Holz oft nur wenige Stacheln. Leicht kann es zur Verwechslung mit den starken Juli/August-Trieben kommen, die aus der Basis austreiben und senkrecht in die Höhe wachsen. Sie werden oft höher als der Busch und sollten nur auf Buschhöhe eingekürzt und nicht ausgelichtet werden.

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