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Geschichte der Rosenschule Schultheis

Unsere Rosenschule darf auf eine lange Tradition zurückblicken. Heinrich Schultheis, Sohn des damaligen Bürgermeisters, unternahm Mitte des vorigen Jahrhunderts ausgiebige Reisen durch das Ausland. In England lernte er den Rosenanbau kennen und führte seine neuen Kenntnisse hier im Herzen der Wetterau ein. Es war im Jahr 1868, als er die erste deutsche Rosenschule gründete. In dieser besonderen Landschaft, die schon seit Jahrhunderten auf Grund ihrer ertragreichen Böden und des ausgeglichenen Klimas von Ackerbau geprägt ist, wurde der Anbau von Rosen rasch ein lohnender Wirtschaftszweig. Mit sehr viel Tatkraft und der Unterstützung seiner Familie gelang es dem Gründer, mit seiner jungen Rosenschule binnen weniger Jahre zur Weltfirma aufzusteigen.

Im Jahr 1878 wurden 1495 Rosensorten angeboten und große Glashäuser wurden zur Anzucht der damals beliebten Tee- und Noisetterosen erbaut. Diese fanden vor allem als Schnittrosen Verwendung. Bis zu 1 Million niedere Rosen und 60 000 Hochstämme wurden auf vielen Hektar Land herangezogen. In dieser Zeit entstand auch das wertvolle kolorierte Rosenalbum mit 187 einzelnen Blättern, das in nur fünf Exemplaren im Umlauf war. Die großen Fürstenhäuser in England, Russland und Skandinavien wählten so ihre Lieblingsrosen aus. Viele andere landwirtschaftliche Betriebe folgten dem Beispiel und so entstand in Steinfurthein einzigartiges Zentrum des Rosenanbaus, in dem Millionen von Rosen zwischen weiten Kornfeldern erblühen. In der langen Zeit ihres Bestehens erlebte die Firma einiges Auf und Ab, mußte die beiden Weltkriege überstehen und sich im Neuaufbau bewähren. Heute präsentiert sich die Rosenschule im Innern des florierenden Dorfes. Im Anschluß an das jahrhundertealte Wohnhaus, das einst ein Landgasthaus war, befinden sich die alten Ställe, die heute als Wirtschaftsgebäude dienen. Die Rosenschule selbst befindet sich auf einer Insel hinter den Gebäuden, die von den prägenden Flüsschen, der Wetter, und ihrer künstlich angelegten Abzweigung, dem Mühlbach, gebildet wird. Noch heute ist die Rosenschule ein Hort der älteren und besonderen Rosensorten, aber auch der Bewährten unserer Zeit. Vor allem versteht sie sich auch als Anbieter neuer Rosensorten, die dem wachsenden Anspruch der Liebhaber entgegenkommen.



 
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Mme Boll  
   

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