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Rosen in der Küche

    1. Rosenbowle
    2. Rosensirup
    3. Rosenzucker
    4. Rosenmarmelade
    5. Rosenlikör
    6. kandierte Blütenblätter


Rosen sind eine Genuss – nicht nur für das Auge, ihr Duft und Aroma lassen sich auch in der Küche in vielen köstlichen Gerichten einfangen.
Schon vor Jahrhunderten verwendete man Rosen, in all ihren Teilen, in der Volksmedizin. Heute weiß man um die stärkende und harmonisierende Wirkung ihrer ätherischen Öle und den hohen Vitamingehalt ihrer Hagebutten. Wer mit Rosen kocht, tut sich und seiner Familie in vielerlei Hinsicht etwas Gutes.

Rechtzeitig zum ausgehenden Sommer erscheinen die Hagebutten. Ihr natürliches Vitamin C in Verbindung mit ihren anderen Vitalstoffen dienten den Menschen schon eh und je als Stärkungsmittel und Infektionsschutz.
Früher wurden die Hagebutten der einheimischen Hundsrose verwendet. Heute hat man auch die Möglichkeit, die weichen und dickfleischigen Hagebutten der aus Asien stammenden Kartoffelrose zu nehmen, die sich leichter verarbeiten lassen.

Wahre Vitaminbomen sind die Früchte der Pillnitzer Vitaminrose, PiRo3 genannt. Ihr natürlicher Vitamin C-Gehalt übertrifft alles Andere! Es lohnt sich also durchaus, die gehaltvollen Säfte und Hagebuttenmarmeladen selbst herzustellen.


1. Rosenbowle
(Unsere Variante)

Zutaten

2 L Weißwein
20 Duftrosen
150g Zucker
2 Gläschen Rosenlikör (mind.)
Zimt und Nelken
1 Fl. Sekt

Zubereitung

Die Blütenblätter der Duftrosen waschen, abtropfen lassen und mit dem Wein übergießen. Den Zucker hinzufügen und im geschlossenen Bowlengefäß 5 bis 6 Stunden ziehen lassen. Fügen Sie zwei Stunden vor dem Verzehr Zimt und Nelken zur zusätzlichen Aromatisierung hinzu. Anschließend sieben Sie die Bowle und vervollständigen sie mit dem Sekt und dem, ebenfalls durch einen Sieb gegossenen, Likör.
Die Bowle kann man mit einigen Blütenblättern verzieren. Allerdings sollten Sie den gelben Blütengrund abschneiden, da dieser bitter schmeckt.

Wir verwenden meist dunkelrote Teehybriden, da diese in ihren dicken samtigen Blütenblättern sehr viel ätherisches Öl beinhalten. Diese können Sie auch mit rosafarbenen historischen Sorten mischen, denn deren Aromen sind ebenfalls intensiv aber lieblicher und süßer. Zu empfehlen ist auch die Edelrose „Aida“, die ein angenehmes Erdbeeraroma hat.

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2. Rosensirup

Zutaten

500g Blütenblätter (Duftrosen)
4 Zitronen
1kg Zucker

Zubereitung

Waschen Sie die Blütenblätter und lassen Sie sie abtropfen. Anschließend beträufeln Sie sie mit dem Saft der vier Zitronen und lassen Sie das Ganze vier Stunden ziehen. Anschließend kochen Sie den Saft mit dem Zucker auf und sieben ihn lauwarm ab. Die Blütenblätter müssen vorsichtig ausgepresst werden. Der Sirup ist – in kleine Fläschchen abgefüllt – lange im Kühlschrank haltbar.

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3. Rosenzucker

Mischen Sie getrocknete Blütenblätter und normalen Haushaltszucker im Mörser oder in der Küchenmaschine. Das Aroma des Rosenzuckers hängt von der verwendeten Rosensorte ab. Wir mögen „Sutter’s Gold“ mit ihrem fruchtigen Geschmack, andere ziehen z.B. die intensive aber süßlichere „MmeBoll“ vor.

Der Rosenzucker lässt sich gut zum Bestreuen von Mürbegebäck oder zum Verfeinern von Desserts verwenden.

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4. Rosenmarmelade

Zutaten

40 Duftrosen
500g Zucker
5 Zitronen
1kg Gelierzucker

Zubereitung

Waschen Sie die Blütenblätter der Duftrosen vorsichtig und lassen Sie sie gut abtropfen. Diese mischen Sie mit dem Zucker und drehen sie durch den Hackwolf. ¾ des Rosenmus wird mit dem Saft der 5 Zitronen und dem Gelierzucker vermischt und ca. sieben Minuten im Kochtopf gekocht. Die entstandene Marmelade füllen Sie heiß in Gläser und verschließen diese sofort.

Als Grundlage für Marmeladen eignen sich die fruchtig duftenden Englischen Rosen, die man mit Teehybriden oder Historischen Rosen verfeinern sollte. Aber auch hier lohnt sich das Experimentieren, um seine persönliche Lieblingsmarmelade zu kreieren.

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5. Rosenlikör
(Rezept von Fr. Dickhaut)

Zutaten 15 Duftrosen
150g Kandiszucker
750ml weißer Rum

Zubereitung

Waschen Sie vorsichtig die Blütenblätter und lassen Sie sie abtropfen. Anschließend vermischen Sie sie mit dem Kandiszucker und dem Rum und bewahren Sie das Ganze in einem verschlossenen Gefäß an einem warmen Ort auf. Nach ca. drei Wochen ist der gesiebte Likör trinkfertig.

Füllige Blüten sollten Sie vorsichtiger dosieren, da der Likör leicht seifig wird. Frau Dickhaut schwärmt noch heute von einem Likör, den sie aus Centifolienblüten herstellte.

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6. kandierte Blütenblätter

Zutaten

Blütenblätter
Eiweiß
Puderzucker

Zubereitung

Waschen und trocknen Sie die Blütenblätter. Anschließend bestreichen Sie sie rundherum mit Eiweiß und bestäuben sie mit Puderzucker. Die Blütenblätter müssen an einem warmen Ort trocknen, bis sie sich hart anfühlen.

Auch hierfür eigenen sich gut Duftrosen, z.B. die nach Veilchen duftende „Mme Bouchée“.


Sicherlich werden Sie Ihre Rosen noch mehr schätzen, wenn Sie sich auf diese Weise mit ihnen beschäftigen können. Nur zur Erinnerung: Verwenden Sie keine gespritzten Rosen!

Übrigens: Wussten Sie, dass man Rosenblüten auch sehr gut einfrieren kann? Einer gehaltvollen Rosenbowle in der Weihnachtszeit steht also nichts im Wege!

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und Freue mit Ihren Rosen in der Küche…

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